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«May the force be with you» -
«Möge die Macht mit dir sein»!
Nach der Premiere des ersten
«Star Wars»-Films im Mai 1977
gehörte dieser geheimnisvolle
Wunsch zum Wortschatz des
breiten Kinopublikums. Er signalisierte:
«Wir haben 'Star
Wars' gesehen, wir sind Lucas-
Fans!»
«Krieg der Sterne», das mit
Computer-Tricks vollgestopfte
Science-Fiction-Phänomen
mit glucksenden Robotern, hypermodernen
Waffen, Raumschiffen,
die mit Lichtgeschwindigkeit
von einem
Sonnensystem ins andere
sausen, ist laut Regisseur George
Lucas «nicht so ambitiös
wie Kubricks '2001', dafür
voller Unterhaltung, Träumerei
und Fantasien». Und «Star
Wars» besitzt, wie kein anderer
Film, eine fest verschworene
Fangemeinde.
Mit «Die Rache der Sith»,
der sechsten und vorläufig
letzten Folge, geht der Sternenkrieg
seinem Ende entgegen.
Obi-Wan Kenobi (Ewan
McGregor), zum General befördert,
bringt den mit über
70 Jahren erstaunlich fitten
Bösewicht Graf Dooku (Christopher
«Dracula» Lee) im
Schwerterduell zur Strecke.
Inzwischen liebäugelt Kanzler
Palpatine (Ian McDiarmid)
mit dem Gedanken, die friedliche
Republik in das gefürchtete
Imperium zu verwandeln.
Damit das gelingt, verführt
er Anakin Skywalker
(Hayden Christensen) mit
List ins Lager der Dunklen
Macht.
Trickrepertoir. Nach
eher schleppendem Auftakt
und einem mit überflüssigem
Hokuspokus durchsetzten
Mittelteil (George Lukas zeigt
selbstverliebt sein gesamtes
Trickrepertoir) gehört das
Schlussduell zwischen dem
guten Obi-Wan und dem
(jetzt) bösen Skywalker zum
genialen Höhepunkt des
Films. Wie der einstige Obi-
Freund im glühenden Lavastrom
fast versinkt (die Kulisse
lieferte der Feuer speiende
Ätna) und sich zum Masken
tragenden Darth Vader wandelt,
das bringt auch weniger
eingefleischte «Star-Wars»-
Fans ins Staunen.
Süsslich der Schluss: Padmé,
die Senatorin von Naboo
und Skywalkers enttäuschte
Ehefrau (Natalie Portman),
schenkt kurz vor ihrem Tod
schnuckeligen Zwillingen das
Leben. Luke und Leia werden
getrennt und erhalten liebe
und rechtschaffene Pflegeeltern.
Die wohnen in einer
wunderschönen friedlichen
Welt. Den Hintergrund dazu
liefert die Schweiz: Leinwand
füllend ein trutziger Gebirgszug
ob Interlaken im Berner
Oberland. Möge die Macht
mit Luke und Leia sein!
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