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Als Teenager hatte sie einen grauenvollen Unfall, der sie für den Rest ihres Lebens zum körperlichen Krüppel und seelischen Wrack machte. Dem berühmten mexikanischen Maler Diego Rivera war sie leidenschaftlich und zweimal ehelich verbunden - doch beide genossen die sexuelle Freiheit. Als Revolutionärin beherbergte und liebte sie den aus Russland vor Stalin geflüchteten Leo Trotzki. Als Trotzki umgebracht wurde, verhörte sie die Polizei wegen Kollaboration, Diego Rivera tauchte ab.
Als Malerin gehört Frida Kahlo zu den ausdrucksstärksten Künstlerinnen des letzten Jahrhunderts, ihre Bilder erzielen heute die höchsten Verkaufspreise. Ihre Lebenslust, ihre Leiden, auch ihre Einsamkeit und ihr Kampf ums Überleben finden Ausdruck in ihren grandiosen Werken. Sie ging als politische, künstlerische und sexuelle Revolutionärin in die Weltgeschichte ein.
Inspirierend. Diese schillernde Figur in allen ihren Facetten darzustellen, das gelingt Regisseurin Julie Taymor hervorragend. Wie sie mit der Inszenierung des Musicals «The Lion King» den Broadway durch ihre Innovationskraft verblüffte, so geht sie auch in diesem Kinofilm inspirierende Wege. Frida Kahlos volksnahe Gemälde leben auf, verrückte Special Effects geben dem Film einen zusätzlichen Drive, die mexikanische Kulisse ist optimal eingefangen.
Über allem aber steht die einzigartige schauspielerische Leistung von Salma Hayek. Sie hätte als sichere Oscarsiegerin dastehen müssen - wäre sie nicht Mexikanerin und würde sie nicht ausgerechnet einer kommunistischen, bisexuellen Anti-Heldin zum filmischen Monument verhelfen. Sieben Jahre hat sie gekämpft, um diese Rolle zu erhalten. Berühmtere Kolleginnen blieben auf der Strecke: Nicht auszumalen, wie Madonna oder Jennifer Lopez diesen Film kaputt gemacht hätten.
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