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Biographie:
Eine Frau rennt durch die Straßssen Berlins, um das Leben ihres Liebsten zu retten. Ihr Name ist Lola. Gespielt wird sie von Franka Potente. Der Mann in Lebensgefahr heißt Manni. Verkörpert wird er von Moritz Bleibtreu. "Er ist unglaublich präsent, man schließt ihn sofort ins Herz - der darf einfach nicht sterben! Er posiert nicht, er ist glaubwürdig, chaotisch, liebenswert." Tom Tykwer, Regisseur des Erfolgsstreifens "Lola rennt" (1998), spart nicht mit Lob, wenn es um die Beurteilung seines männlichen Hauptdarstellers geht.
Seinen Durchbruch schaffte Bleibtreu aber nicht erst mit "Lola rennt". Bereits in "Knockin on Heaven`s Door" (1997) avancierte er in der Rolle des Abdul zum Helden des jungen deutschen Kinos. Dieser Auftritt bescherte ihm sogar den Ernst Lubitsch Preis. Die ersten nennenswerten TV-Rollen gab es 1993. Rainer Kaufmann besetzt ein Jahr später das Jungtalent für den Fernsehfilm "Unschuldsengel". Unter dem gleichen Regisseur mimt Bleibtreu zwei Jahre später in dem Komödienhit "Stadtgespräch" den Lover von Kai Wiesinger.
In Detlev Bucks "Liebe Deine Nächste" (1998), bewies er, dass er auch Fieslinge spielen kann. Seine Vielseitigkeit ist überhaupt sein Markenzeichen, der leichte Umgang mit verschiedensten Genres. Ob Komödie, Drama, Thriller, Krimi Action- oder Liebesfilm, Bleibtreu wirkt trotz oder gerade wegen seines jungen Alters in jeder Rolle souverän.
Hat er dennoch ein Lieblingsgenre? "Eigentlich nicht. Ich mag Filme, die ein bisschen ernster sind, wo man schon mal ins Grübeln und Nachdenken kommt. Aber ich kann deswegen nicht sagen, ich mag keine Komödien. Eine Geschichte kann schön sein, unabhängig davon, ob sie lustig oder traurig ist. Das Wichtigste ist, dass die Story mich anspricht und fesselt, egal, ob ich darüber lache oder weine." Die Figur die er spielt, sollte "irgendeine Ecke" haben, die nichts mit ihm selbst zu tun hat. Figuren, die ihm selbst zu ähnlich sind, langweilen ihn.
Der Sohn des Schauspielerehepaars Monika Bleibtreu und Hans Brenner kümmerte sich wie empfohlen um eine gute Ausbildung. Er besuchte renommierte Schulen in Paris, Rom und New York. Zurück in Deutschland geht Bleibtreu zunächst ans Theater. Im Hamburger Schauspielhaus steht er in "Romeo und Julia" und am Thalia Theater in Jürgen Flimms "Richard III." auf der Bühne.
Obwohl er davon träumt, mit 40 eben jenen Richard III. darzustellen, bekundet Moritz Bleibtreu immer wieder seine Probleme mit der amerikanischen Mentalität: "Alles ein bisschen zu nett, zu leger. Das ist für kurze Zeit genial, aber auf Dauer ist es mir alles ein bisschen zu glatt. Seine eigene Karriere beschreibt er denn auch unmissverständlich: "Der deutsche Film ist meine Zukunft
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